Religionspädagogik als multidisziplinäre Symbolisierungsdidaktik

Autor/innen

  • Florian Wegscheider Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

DOI:

https://doi.org/10.17883/pa-ho-2023-01-02

Schlagworte:

Symbole, Religionspädagogik, Liturgie, Resonanz

Abstract

Die Verwendung von Symbolen stellt die zentrale Ausdrucksweise des christlichen Glaubens dar. Anhand von ihnen kommunizieren Gläubigen existenzielle Grundüberzeugungen. Spätestens seit dem symbolic turn in der Theologie wendet sich auch die systematisch-reflexive Theologie den symbolischen Ausdrucksweisen als Ort des Glaubensverständnisses zu. Die Symbolhandlungen und mit ihnen die Liturgie der Kirche sind zur theologia prima geworden. Aufgrund der Leiblichkeit des Menschen stellt dieser selbst ein (Real-)Symbol dar. Der Mensch kann nur symbolisch kommunizieren und erfährt sich selbst ebenso als symbolisch. In diesem Verständnis muss sich die Religionspädagogik als Förderin der Bildung dem Symbolischen des Menschen neu zuwenden. Unterstützung erfährt sie dabei durch die aktuelle Debatte bzgl. der Gesellschaft und ihre Resonanzsensibilität. Eine moderne Religionspädagogik wird sich in Zukunft – nicht zuletzt im Angesicht einer ‚Kultur des Digitalen‘ – verstärkt auf eine konstruktive Symbolisierungsdidaktik einlassen müssen.

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Veröffentlicht

2023-07-05

Zitationsvorschlag

Wegscheider, F. (2023). Religionspädagogik als multidisziplinäre Symbolisierungsdidaktik. Pädagogische Horizonte, 7(1), 1–14. https://doi.org/10.17883/pa-ho-2023-01-02