Selbstwirksamkeit und Einstellungen zur pädagogischen Diagnostik bei Lehrkräften und Lehramtsstudierenden
DOI:
https://doi.org/10.17883/pa-ho-2026-01-05Schlagwörter:
Pädagogische Diagnostik, Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, Einstellung, LehrkräftebildungAbstract
Die präzise Diagnose des Lernstands und der Förderbedarfe von Schüler:innen ist eine zentrale Kompetenz von Lehrkräften, die sowohl adaptiven Unterricht als auch Bildungsgerechtigkeit unterstützt. Neben fachlichem Wissen und methodischen Fertigkeiten spielen hierbei personale Faktoren wie die diagnostische Selbstwirksamkeit und die Einstellungen zur pädagogischen Diagnostik eine entscheidende Rolle. Die vorliegende Studie untersucht Ausprägungen und Korrelate dieser beiden Dimensionen bei Lehrkräften und Lehramtsstudierenden. Dafür wurden 107 Personen (85 Lehrkräfte, 22 Lehramtsstudierende) aus verschiedenen Schulformen befragt. Die Erhebung erfolgte über standardisierte Online-Fragebögen, darunter ein elaboriertes Instrument, das die Selbstwirksamkeit und Einstellung zu pädagogischer Diagnostik erstmals systematisch und differenziert nach kognitiven, emotionalen und verhaltensbezogenen Facetten erfasst. Die Daten wurden mittels deskriptiver Analysen, Korrelationsanalysen und Varianzanalysen (ANOVA) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrkräfte eine höhere diagnostische Selbstwirksamkeit aufweisen als Studierende und dass diese mit der Berufserfahrung zunimmt. Zudem variieren Einstellungen zur Diagnostik je nach Schulform: Lehrkräfte in spezialisierten Schulformen zeigen positivere diagnostische Einstellungen und höhere Selbstwirksamkeit. Die Befunde unterstreichen die Notwendigkeit schulformbezogener Fortbildungen zur Förderung diagnostischer Kompetenzen.
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