Wenn Mathematisieren scheitert

Fehlerprozesse beim Mathematisieren einer Sachsituation

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.17883/pa-ho-2026-01-01

Schlagwörter:

Mathematikunterricht, Mathematisieren, Modellbilden, Fehleranalyse, Fehlerprozesse

Abstract

Mathematisieren, das Beschreiben von realen Situationen mit Hilfe mathematischer Mittel, stellt eine zentrale Kompetenz im Mathematikunterricht dar. Dennoch zeigen Studien, dass Schüler:innen in diesem Bereich teils erhebliche Schwierigkeiten aufweisen. Ziel dieser Studie ist die Analyse möglicher Fehlerursachen und -prozesse bei Mathematisierungsaufgaben. Dazu wurde eine qualitative Untersuchung mit 486 Schüler:innen der 8. Schulstufe an acht Salzburger Schulen durchgeführt. Die Lernenden bearbeiteten eine Aufgabe zum Aufstellen einer Formel für eine gegebene Sachsituation und dokumentierten dabei ihre Gedankengänge und Lösungsschritte. Die Auswertung zeigt, dass sich die Fehlerprozesse auf übergeordnete kognitive und kontextuelle Muster zurückführen lassen. Häufige Ursachen sind die Orientierung an routinierten Verfahren, unzureichendes Operationsverständnis sowie Schwierigkeiten im Umgang mit mathematischen Notationen. Besonders auffällig ist die fehlerhafte Anwendung der Strategie des Rechnens auf eine Einheitsgröße. Die Studie verdeutlicht die Vielfalt möglicher Fehlermuster innerhalb einer einzelnen Aufgabenstellung und betont die Notwendigkeit ihrer systematischen Analyse. Für den Unterricht ergibt sich daraus ein erhöhter Bedarf an diagnostischer Sensibilität und gezielter Förderung durch die Lehrperson.

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Veröffentlicht

2026-06-05

Zitationsvorschlag

Wenn Mathematisieren scheitert: Fehlerprozesse beim Mathematisieren einer Sachsituation. (2026). Pädagogische Horizonte, 10(1), 1–26. https://doi.org/10.17883/pa-ho-2026-01-01